Schauspiel

Über meinen Tanzauftritt sowie einer Real Time Composition im Salzburger Toihaus Theater 1997, führte mich der Weg zum Schauspiel und zu Theaterauftritten.

Durch die Begegnung mit Jörg Andrees und die Teilnahme an seinen Workshops in Salzburg lernte ich die Michael Chekhov Schauspiel Methode kennen und ließ mich zur Michael Chekhov Lehrerin bei Jörg Andrees u.a. in Berlin und Dublin ausbilden.

 

Michael Checkhov Methode

… Dabei sollte doch jede Kunst dazu dienen, neue Horizonte des Lebens und neue Facetten des Menschen zu entdecken und zu offenbaren.
(Michael Chekhov)

Einige Worte zur Michael Chekhov Schauspiel Methode:

Der Fokus der Methode liegt im Körpertraining, dem Psycho-Physischen Training, um den Körper flexibel zu halten und fein zu stimmen. Das physische Training wird mit Imaginationen bereichert, angeleitet, – dadurch wird der Wille, die Willenskraft aktiviert und eingesetzt. Es wird zwischen dem Akteur und der Person des Akteurs differenziert.

Der Schauspieler, Akteur, Künstler greift nicht auf seine eigenen Erinnerungen, persönlichen Gefühle aus der Vergangenheit zurück, sondern setzt seine Intuition, Imaginationskraft, sein Vorstellungsvermögen, seine Fantasie ein. Darin liegt eine große Freiheit, die wahre Kreativität des Künstlers.

Der Psychologischen Gebärde, die für die Figur bewegt und entwickelt wird, – für den Charakter, sowie auch für ein Kunstwerk möglich, – sie wird erarbeitet, bewegt, ihr wird vertraut, dadurch als unterstützend erlebt. Die Psychologische Gebärde, eine Methode, ein Tool von vielen der Michael Chekhov Methode / Schauspiel Technik.

Die Methode fordert einem auf, dem Kunstwerk zu dienen, der Figur zu dienen, dabei führt das höhere Selbst des Schauspielers, des Akteurs, des Künstlers, und das Vorstellungsvermögen wird stetig geschult. Konzentration wird gefördert und gestärkt, das stärkt die Beobachtungsgabe, lässt den Bühnencharakter vor dem inneren Auge auftreten, der Schauspieler „sieht“ die Figur, wie sie sich bewegt und kann das innerlich Geschaute zur äußeren Darstellung bringen, das Eigenleben des Bühnencharakters in der Fantasie sehen, sodann in einen Dialog mit der Figur treten.

Das Ego des Akteurs, des Künstlers tritt zunehmend in den Hintergrund, der Künstler wird geleitet und inspiriertes Spielen wird dadurch möglich.

Wirkung der Methode und Technik auf den Menschen:

Was mich sehr an der Methode begeistert ist: Sie wirkt Ich stärkend, Selbst-Erleben stärkend – Ich bin – kann – will! Sie fördert Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Konzentration, Inspiration, Wachheit und stärkt und schult unsereVorstellungskraft, Imagination. Sie fördert das Eingehen auf mein Gegenüber, auf den anderen (Ich und Du) sowie unsere Kreativität, das Erleben von körperlicher und seelischer und geistiger Selbsterfahrung – Wille – Gefühl – Geist. Die Methode erweitert die Körperwahrnehmung und das eigene Bewegungspotential, den Bewegungssinn, die Bewegungswahrnehmung und schult die eigene Intuition. Eine Auseinandersetzung mit unbewussten Anteilen, dem Unterbewussten als Schatzkammer wird erlebt.

 


 

Workshops, Trainings und Einzelcoachings

Ich biete für Einzelpersonen und Kleingruppen ein kompaktes Michael Chehov Training an. In diesen Workshops gehe ich auf individuelle Bedürfnisse und Schwerpunkte ein. Meine Workshop können sowohl auf die Vorbereitung von Rollen- und Charakterstudien als auch auf berufliche und persönliche Anliegen individuell ausgerichtet werden.

Ich biete auch regelmäßige Tages-Workshops mit der Chekhov Methode und MCH Methode und Stimme mit Julia Leckner an.
(mehr unter Aktuelles und Workshops sowie auf Anfrage)

Gerne stehe ich für ein Vorgespräch telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung – alle Kontaktdetails finden Sie hier.

Die Kosten für meine Workshops werden pro 60/120 Minuten angegeben – genaue Preise auf Anfrage.

 

Hier anfragen

 


 

 

Schauspielproduktionen

 

Ich zeigte Monolog und Dialog Szenen

in Berlin (2012) und Dublin (2014/15) im Rahmen der Ausbildung Michael Chekhov Schauspiel Methode

sowie im Rahmen des Theatertags des Salzburger Amateurtheaterverbands (SAV) im September 2017 auf der Festung Hohensalzburg mit  DIE WEISSE FÜRSTIN (R.M. Rilke Text) und noch einmal im Rahmen des 50 Jahre Festivals des SAVs im Juni 2018 im Schauspielhaus Salzburg.
Videos hierzu auf Youtube: Weiße Fürstin FestungWeiße Fürstin Schauspielhaus

Ich war Mitglied der Bewegungstheatergruppe – THEATER sprechende Körper PANOPTIKUM – unter der Leitung von Arturas Valudskis von 1997 bis 2001, dabei nahmen wir an den Theatertagen Europäischer Kulturen in Paderborn und beim Theaterfestival in Holzhausen und Millstatt teil.

 

 

Ich wirkte bei folgenden Produktionen mit:

  • gemeinsam mit Arturas Valudskis in DAS DING MACHT MICH VERRÜCKT!
  •  mit dem THEATER sprechende Körper PANOPTIKUM beim Stück FLIEGE LIEGE GEH (Juni 1998), ELISAVETA BAM – (nach Daniil Charms), Uraufführung TOIHaus Theater Salzburg (Januar 1999),
  • beim Stück ...UND DIE FINSTERNIS HAT ES NICHT ERFASST, Uraufführung im Kreuzgang des Stifts Millstatt, im Rahmen der Millstätter Musikwochen (Juli/August 1999)
  • beim Stück EINS, ZWEI, DREI, NICHTS PASSIERT! (nach Daniil Charms), Uraufführung TOIHaus Theater Salzburg (Juni 2000),
  • mit der Theatergruppe PANOPTKUM nahmen wir auch in Girona, Spanien, am Amateurtheaterfestival teil (September 2000)

 

Schauspielprojekte

Gemeinsam mit Christel Fasching und Sonja Schiff (Organisation) entstand das erste

Senioren – Theaterprojekt:

Ausgangssituation- Vorüberlegungen:

Im Land Salzburg leben 5200 hochbetagte Menschen in 766 öffentlichen und 9 privaten  Seniorenpflegeheimen. Die Übersiedlung in ein Seniorenpflegeheim und daraus resultierend das Leben im Heim geschieht selten freiwillig.

Begründet ist das Leben im Heim immer mit einer vorhergegangenen Verschlechterung des Gesundheitszustandes und einem daraus resultierenden Hilfebedarf. HeimbewohnerInnen verabschieden sich beim Einzug ins Seniorenpflegeheim von einem Teil Ihres Lebens, von Gegenständen, von Möbeln, von Wohnungen, von Umgebungen und auch von gewohnten kulturellen Aktivitäten. Diese Verluste werden als belastend erlebt und führt häufig zu Krisen, die sich in depressiven Symptomen zeigen können.

In den letzten Jahren wurde zunehmend erkannt, dass neben einer hochwertigen Pflege der BewohnerInnen, ein Heim auch Leben und Normalität bieten muss. Kulturelle Angebote und Aktivitäten, die Abwechslung und Unterhaltung in den Heimalltag bringen, werden immer wichtiger und gelten zunehmend als Qualitätsmerkmal.

„Wenn unser Publikum seine vier Wände nicht mehr verlassen kann oder will, dann kommen wir eben zu unserem Publikum!“

Unter diesem Motto wurde im Jahr 2002 von Artemis Generationtheater Klagenfurt das Stück „Königin mit Räder unten dran“ extra für HeimbewohnerInnen entwickelt. Der Entwicklung des Stücks ging eine Analyse der kulturellen Bedürfnisse der BewohnerInnen von Seniorenpflegeheimen voraus (Ergebnis siehe Zitat ganz oben).

Begleitend zum Stück wurde eine Studie erstellt, die parallel zu den Aufführungen, mittels Interviews mit alten Menschen, Angehörigen und mit dem Personal, sowie durch Beobachtung des Publikums während der Aufführungen die Tauglichkeit des Stücks für SeniorInnen überprüfte. Die Studie erscheint im Herbst 2004.

Die Produktion ist absolut mobil, kann in jedem Alterheim- oder jeder Alteninstitution ohne besondere Anforderungen an Raum und Technik aufgeführt werden. Die Aufführungen des Stücks in Kärnten zeigten, dass die „Königin mit Rädern unten dran“ die hochbetagten Menschen herausforderte. Das Publikum reagierte stark auf die Interaktionsangebote im Stück, beantworteten Fragen und sangen Lieder mit. Auch demente BewohnerInnen folgten dem Stück gespannt.

Der Verein KULTUReif hat sich die Rechte des Stücks für Salzburg gesichert. Premiere im April 2005, Aufführungszeitraum war ein Jahr.

 

Königin mit Rädern unten dran

Es ist ein ungewöhnlicher Tag an dem wir Frau Inge kennen lernen, denn er ist vollgepflastert mit Pannen: dort, wo sie sonst alleine und ungestört putzt, sitzen heute Menschen, das Publikum. Trotz anfänglicher Verunsicherung beginnt sie scheinbar souverän ihre tägliche Putzroutine.  Menschen sind Frau Inge nicht besonders wichtig: Sie werden von ihr höflich wahrgenommen, aber sie will nicht näher mit ihnen in Kontakt treten. Doch heute ist es anders. Im Laufe des Putzens steigt ihre Freude an deren Anwesenheit, endlich kann sie einmal ihr komplettes Putzsystem erklären und vorführen. Nach dem Putzen geht es in die wohlverdiente Pause.

Doch plötzlich geschieht das Unerwartete und Unmögliche: In die Putzutensilien und in den Müll kommt Leben. Wie von Zauberhand verändern sich die Dinge, gestalten sich um, ordnen sich neu, bis eine lebensgroße Puppe einer alten Dame entsteht.

Frau Inge fühlt sich durch die Anwesenheit der alten Dame gestört, sie ist in Eile, die Pause ist zu Ende, der Chef wartet -Die alte Dame hat alle Zeit der Welt. Sie will rasten, ein wenig plaudern, ihr Kleid soll glattgestrichen werden, die Haare entwirrt… Frau Inge, teils gutmütig, teils entnervt, vergisst ihre Pflichten, als sie Einzelheiten aus dem Leben der alten Dame erfährt und gemeinsame Vorlieben entdeckt. Sie richtet sogar eine Geburtstagsparty mit Torte und Gesang aus, der gemeinsame Geburtstagstanz wird aber jäh durch das Klingeln ihres Handys unterbrochen. Der Chef fragt, wo sie bleibt. Als sie sich wieder zu der alten Dame umdrehen will, ist diese wieder verschwunden. Beglückt und verwirrt läuft Frau Inge ab.

Dauer: ca. 45 min. Personen: 1 Schauspielerin

Das Stück arbeitet mit Musik, szenischer Bildersprache, clownesken Elementen und ermöglicht Interaktion mit dem Publikum. Inhaltlich werden Erinnerungen hochbetager Menschen ebenso aufgegriffen wie erlebte Abschiede. Der Inhalt ist intellektuell erfassbar, bietet aber auch emotionale Berührung.

Die Aufführung des Theaterstücks unterbricht die Routine des Heimalltages, versetzt HeimbewohnerInnen in eine andere Welt und lenkt die Aufmerksamkeit von Schmerzen und körperlichen Beschwerden ab.

Projektteam:
Andrea Beringer: Schauspiel
Christel Fasching: Regie
Sonja Schiff: Organisation, Öffentlichkeitsarbeit

 

Zweites Senioren – Theaterprojekt:

Erzählt – Gespielt – Getanzt

 

Eine Märchenreise

“Es war einmal…es war keinmal
vor langer, langer Zeit…gar nicht langer Zeit
…als es die Zeit noch nicht gab…”

….Märchen sind Geschichten, immer gültig und von einer Wahrheit, die wir mit unserem logischen Denken zunächst nicht ergründen können.. Sie sollen den Zuhörer in eine besondere Stimmung  versetzen, ihn in eine fremde und trotzdem vertraute, bekannte Welt hineinbegleiten.

Märchen sind überlieferte Erzählungen für Erwachsenen, die erst viel später “nur” als Kindergeschichten “vermarktet” wurden. Es sind überlieferte Geschichten, tief aus der Seele eines Volkes kommend, Urweisheiten, Bilder mit ewigen Werten und Weisheiten. Und da ist es völlig unbedeutend, ob wir vor 4000 Jahren in Afrika gelebt haben, oder heute in einer Großstadt…….Märchen sind also jedem Menschen, jeden Alters vertraut, wenn auch vielleicht im Moment verschüttet, können sie doch wieder ausgegraben, immer wieder neu gehört und erlebt werden. Durch Musik, Tanz, Einbinden aller Sinne werden die Zuschauer eingeladen, aktiv am Geschehen teilzunehmen.

Tanz, Spiel, Figurenspiel: Mag. Andrea Beringer
Erzählerin, Figurenspiel: Christel Fasching
Figurenbau: Barbara Vidmar
Konzept: Christel Fasching
Mag. Andrea Beringer
Regie: Christel Fasching
Organisation: Sonja Schiff
Premiere: 5. Oktober 2007 17:00 Uhr
Senioren Residenz Mirabell

 

Weitere Projekte und Auftritte finden Sie in meinem Portfolio.